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Ansätze zu Geschlechtergerechtigkeit in Religionsgemeinschaften

Strukturierte Promotionsprogramme der Philipps-Universität Marburg
Sprecher Prof. Dr. Christoph Elsas
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Evangelische Theologie
Religionsgeschichte
Lahntor 3
35032 Marburg
06421 28-23930
Stellvertreter Prof. Dr. Angela Standhartinger
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Evangelische Theologie
Neues Testament
Lahntor 3
35032 Marburg
06421 28-24724
Marburger Teilnehmer Fachgebiet Religionswissenschaft: Prof. Dr. Edith Franke, PD Dr. Adelheid Herrmann-Pfandt
Fachgebiet Altes Testament: Prof. Dr. Christl Maier
Fachgebiet Praktische Theologie und Religionspädagogik: Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Fachgebiet Sozialethik: Prof. Dr. Wolfgang Nethöfel
Centrum für Nah- und Mittelost-Studien - CNMS
Wissenschaftliches Zentrum für Konfliktforschung
Wissenschaftliches Zentrum für Gender-Studies
Externe Teilnehmer
TR, Universität Ankara (Islamisch-Theologischer Fachbereich)
RL, Universität Balamand
RL, Near East School of Theology Beirut
Laufzeit und Finanzierung 2009 - 2012
3 Jahre
Programm Das Promotionsprogramm befasst sich interdisziplinär mit dem Phänomen, dass es in vielen Religionsgemeinschaften, oft mit Rückgriff auf historische Vorbilder und Traditionen, zu veränderten Rollenzuweisungen und Reformen kommt. Die Expertise der Beteiligten umfasst ein vielfältiges Analyse- und Methodenspektrum: von philologisch-sozialgeschichtlicher Bestimmung der Auswirkungen religiöser Mischehen im 1. jahrhundert auf das Selbstverständnis im Judentum und Christentum über rezeptionsgeschichtlich-religionswissenschaftliche Aufarbeitung der Wirkungsgeschichte mystischer Interpretationen von Mann und Frau zu Anfang des 20. Jahrhunderts - sowohl in wissenschaftlicher Rezeption mittelalterlicher islamischer und christlicher Philosophie als auch in orientalischer und in deutscher Dichtung im Blick auf ihre Überbrückung kultureller Vorprägungen - bis hin zu empirisch-religionssoziologischer Klärung heutiger Fragen der Identität. Letztere betrifft sowohl die Aktivierung schamanistischer Tradition durch u. a. christliche Frauen in Korea als auch junge Pfarrerinnen, religiös organisierte junge Musliminnen und die Vermittlung religiösen Wissens in Feministischen Akademien in Deutschland. Allen Arbeitsschwerpunkten ist der Gender-Ansatz im Bezug auf beobachtbare Auswirkungen von Interpretationen religiöser Tradition, die Geschlechtergerechtigkeit implizieren, gemeinsam.

Vorgesehen ist die Integration des Strukturierten Promotionsprogramms in das 2010 zu eröffnende Zentrum für interdisziplinäre Religionsforschung (ZiR) an der Philipps-Universität Marburg.

Zuletzt aktualisiert: 08.03.2010

 
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