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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Ursachen, Phänomenologie und Konsequenzen

DFG-Graduiertenkolleg
Internet http://www.uni-marburg.de/menschenfeindlichkeit/
Sprecher Prof. Dr. Ulrich Wagner
Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Psychologie, AG Sozialpsychologie
Gutenbergstraße 18
35037 Marburg
06421/28-23664
Stellvertreter Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
Universität Bielefeld
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
Universitätsstr. 25
33615 Bielefeld
0521/106-3164
Marburger Teilnehmer
Institut für Soziologie: Prof. Dr. Mathias Bös, Prof. Dr. Peter Schmidt
AG Sozial-, Arbeits- und Organisationspsychologie: Prof. Dr. Ulrich Wagner
Institut für Erziehungswissenschaft: Prof. Dr. Udo Kelle
Externe Teilnehmer
Universität Bielefeld: Sprecher: Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer (Sozialwissenschaften)
Prof. Dr. Gerd Bohner (Psychologie), Prof. Dr. Heinz-Gerhard Haupt (Geschichtswissenschaften), Prof. Dr. Jürgen Mansel (Erziehungswissenschaften), Prof. Dr. Jost Reinecke (Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Andreas Zick (Professur für Sozialisation und Konfliktforschung)
Laufzeit und Finanzierung 01.01.2004 - 31.12.2012
9 Jahre
2004 - 2006 1.125.777Euro
2007 - 2008 585.564 Euro
2008 - 2012 2.960.000 Euro

Programm Das Graduiertenkolleg untersucht Ausmaße, Erscheinungsformen, Ursachen und Konsequenzen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richtet sich gegen „fremde“ Gruppen, wie z.B. Zugewandeter oder Menschen jüdischen Glaubens, und gegen „normabweichende“ Gruppen wie Homosexuelle, Behinderte oder Obdachlose. Sie kommt zum Ausdruck in Abwertung, Ausgrenzung und u.U. gewalttätigem Verhalten gegenüber Mitgliedern dieser Gruppen.

Die Basis für das Graduiertenkolleg bildet ein seit 2002 laufendes umfangreiches interdisziplinäres Forschungsprojekt unter Federführung der Universität Bielefeld (Leitung Prof. Heitmeyer; Förderung durch ein Stiftungskonsortium unter Federführung der Volkswagen-Stiftung) mit Beteiligung der Universitäten Gießen, Göttingen und Marburg (vgl. :
http://www.uni-bielefeld.de/ikg/Feindseligkeit/einfuehrung.html
Im Rahmen dieses Projektes werden über die Dauer von 10 Jahren in jährlichen Abständen repräsentative Bevölkerungsumfragen (z.T. als echter Längsschnitt) zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durchgeführt. Dieser thematische Kernbereich, dessen methodischer Schwerpunkt die quantitative Einstellungsforschung ist, soll im Graduiertenkolleg in methodischer, theoretischer, inhaltlicher und anwendungsbezogener Hinsicht erweitert werden, um einen mehrperspektivischen und interdisziplinären Zugang zu ermöglichen.
Die Kollegiat(inn)en können auf den Datensatz des laufenden Forschungsprojektes für eigenen Auswertungen zurückgreifen und darüber hinaus z.B. neue methodische Ideen damit verbinden oder eigenständige inhaltliche oder theoretische Ausweitungen entwickeln. Das Studienprogramm ist so angelegt, dass die Kollegiat(inn)en im Rahmen des thematischen Kernbereichs der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit mit unterschiedlichen theoretischen Zugängen und verschiedenen Methoden sowie deren Vor- und Nachteilen bzw. Verknüpfungsmöglichkeiten vertraut gemacht werden.

Übersicht über die beteiligten Marburger Projekte:
http://www.uni-marburg.de/menschenfeindlichkeit/projekte/abstracts/index_html

Zuletzt aktualisiert: 19.03.2009

 
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