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Molekulare Physiologie und Pathophysiologie renaler Ionentransportproteine

Kennziffer 20.291.60p
Projektleiter/in PD Dr. Siegfried Waldegger
Weitere Bearbeiter/innen Jolanta Doroszewicz, Dr. Bettina Grünwald, Dr. Nikola Jeck, Petra Waldegger
Schlagwörter Chloridkanäle
Salzverlust-Tubulopathie
Molekulargenetik
Elektrophysiologie
NaCl-Transporter
Kurzbeschreibung Das distale Nephron ist für die Regulation des Kochsalz- und damit des gesamten Volumenhaushaltes von entscheidender Bedeutung. Wesentliche Aufgabe der verschiedenen Abschnitte des distalen Nephrons ist dabei die Rückresorption des durch die renalen Glomeruli in den Primärharn filtrierten Kochsalzes. Je nach Nephronabschnitt unterscheiden sich die daran beteiligten Transportmechanismen, stellen aber in ihrem Gesamtkonzept immer die Kombination von Transportaktiviäten durch Ionenkanäle und Ionentransporter dar. Wie aus molekulargenetischen Untersuchungen an angeborenen Salzverlusterkrankungen eindrücklich ersichtlich wurde, spielen dabei folgende Proteine eine dominierende Rolle: der Na-K-2Cl-Kotransporter NKCC2, der Kalium-Kanal ROMK, der Chloridkanal ClC-Kb und der Na-Cl Kotransporter NCCT. Mit elektrophysiologischen und biochemischen Methoden, sowie mit Tracer-Flux-Messungen untersuchen wir die Transportaktivitäten dieser Proteine sowie den Einfluss humanpathogener Mutationen auf deren Funktion. Die daraus erhobenen Befunde ermöglichen nicht nur ein genaueres Verständnis der molekularen Ätiologie seltener Salzverlusttubulopathien, sondern werfen auch neues Licht auf die Beteiligung der genannten Proteine an der Ätiologie der Salz-sensitiven Hypertonie, die als dominierender Risikofaktor sehr häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen angesehen wird.

Laufzeit 11/2000 - 12/2005
Finanzierung DFG, Kempkes-Stiftung, Deutsche Nierenstiftung Pharmazeutische Industrie
Zugehörigkeit Mechanismen der zellulären Kompartimentierung und deren krankheitsrelevante Veränderungen (SFB 593)
Publikationen N. Jeck, P. Waldegger, J. Doroszewicz, H. Seyberth, S. Waldegger; A common sequence variation of the CLCNKB gene strongly activates ClC-Kb chloride channel activity. Kidney Int (2004)

M. Peters, S. Ermert, N. Jeck, C. Derst, U. Pechmann, S. Weber, K. Schlingmann, H. Seyberth, S. Waldegger, M. Konrad; Classification and rescue of ROMK mutations underlying hyperprostaglandin E syndrome/antenatal Bartter syndrome. Kidney Int. ( 2003), 64(3):923-32.

S. Waldegger, N. Jeck, P. Barth, M. Peters, H. Vitzthum, K. Wolf, A. Kurtz, M. Konrad, H. Seyberth; Barttin increases surface expression and changes current properties of ClC-K channels. Eur. J. Physiol. (2002), 444:411-418.

Zuletzt aktualisiert: 23.12.2003

 
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