Ribonuklease P - Molekulare Grundlagen der Substraterkennung und des Spaltmechanismus | |
| Kennziffer | 16.122.56p |
| Projektleiter/in | Prof. Dr. Roland Hartmann |
| Schlagwörter |
RNase P tRNA processing ribonucleoprotein enzymes |
| Kurzbeschreibung |
Das Enzym Ribonuklease P (RNase P), ein ubiquitäres Ribonukleoprotein-Partikel, spaltet in seiner Hauptfunktion tRNA-Primärtranskripte endonukleolytisch am 5'-Ende der tRNA-Domäne. Metallionen (natürlicherweise Mg2+) sind für die Katalyse essenziell. Die RNA-Untereinheiten bakterieller RNase P-Enzyme sind in vitro auch in Abwesenheit des Protein-Kofaktors katalytisch aktiv, während diie RNA-Komponenten eukaryontischer, organellarer und archaealer Enzyme diese Fähigkeit im Laufe der Evolution verloren und dies durch die Rekrutierung multipler Proteinuntereinheiten (4-5 in Archaea und 9-10 in Eukarya) kompensiert haben. Sämtliche existierenden RNase P RNAs (P RNAs) besitzen eine sehr ähnliche Kernstruktur, die auf einen gemeinsamen evolutionären Ursprung hinweist. Die RNase P stellt daher ein Modellsystem für die Untersuchung von Prinzipien der RNA-Evolution dar, insbesondere hinsichtlich des Übergangs von der postulierten RNA- zur heute dominierenden Proteinwelt. Die architektonischen und funktionellen Unterschiede zwischen bakteriellen und eukaryontischen RNase P-Enzymen lassen die bakterielle RNase P zudem als interessantes drug target erscheinen.
Die methodischen Ansätze umfassen:
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| Laufzeit | 01.08.2003 - 13.10.2005 |
| Finanzierung | DFG |
| Zugehörigkeit | Enzymes and multienzyme complexes acting on nucleic acids Internationales Graduiertenkolleg (DFG-GRK 1384) |
| Publikationen |
siehe: http://www.pharmazie.uni-marburg.de/pharmchem/akhartmann/ag_hartmann.htm
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